OÖ. Mechatronik-Preis 2008 verliehen
 
Am 22. Oktober 2008 wurde der österreichische Mechatronik-Preis (MEC) in Anwesenheit von 250 Gästen im Raiffeisenforum Linz nunmehr zum dritten Mal vergeben. Ausgezeichnet wurden die Preisträger in insgesamt fünf Kategorien. Die Initiatoren Industriellenvereinigung OÖ, Österreichischer Ingenieur- und Architektenverein (ÖIAV) – Landesgruppe Oberösterreich und der Mechatronik-Cluster verliehen Preise für die besten mechatronischen Studienarbeiten an österreichischen Fachhochschulen und Universitäten. Heuer neu: Es wurde ein Preis für die beste Abschlussarbeit an einer oberösterreichischen HTL sowie ein Sonderpreis vom ACCM (Austrian Center of Competence in Mechatronics) für die Studienarbeit in Österreich mit dem größten internationalen Bezug vergeben.

Um die beachtlichen Leistungen, die in Oberösterreich auf dem Gebiet der Mechatronik erbracht werden, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wurde 2006 der oberösterreichische Mechatronik-Preis (MEC) von der Industriellenvereinigung OÖ (IV OÖ) ins Leben gerufen. Heuer wurde der MEC erstmals auf ganz Österreich ausgeweitet. Die mit Fachleuten aus ganz Österreich besetzte Jury betonte die hohe Qualität aller eingereichten Arbeiten und vergab alle Preise – außer dem ACCM-Sonderpreis – an junge Forscher aus Oberösterreich: eine Bestätigung für die innovativen Köpfe in unserem Bundesland!


 
Die Preisträger im Rampenlicht
 
Den Preis für das beste Abschlussklassen-/Maturaprojekt einer oberösterreichischen HTL erhielten Robert Aistleitner, Peter M. Christian und Florian Schweiger. Ihr Projekt "HPS – Erdgas Haustankstelle" befasst sich mit der Entwicklung einer kompakten, einfach zu bedienenden und preisgünstigen Betankungsanlage.

Für die beste Diplomarbeit an einer österreichischen Fachhochschule wurde DI (FH) Bernhard Rebhan ausgezeichnet. Die Arbeit des 23-Jährigen – "Advanced Pressure Uniformity Test" – beschäftigt sich mit der Entwicklung einer quantitativen Messmethode zur Bestimmung der Gleichmäßigkeit der Kraftverteilung in einem Waferbonder.

Den ersten Preis in der Kategorie "Beste Diplomarbeit an einer österreichischen Universität" gewann DI Bernhard Ramsebner. Der 26-Jährige beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit einer Anlage, die den Kaltwalzprozess kleintechnisch nachbildet und für Versuchswalzungen der Material- und Prozessforschung der voest alpine dient.

Der MEC für die beste Dissertation an einer österreichischen Universität ging an DI Dr. Wolfgang Witteveen. Seine Arbeit mit dem Titel "Modal based computation of jointed structures" beschäftigt sich mit Fügestellen, die überall dort auftreten, wo Strukturen miteinander verbunden werden. Fügestellen sollen bereits bei der Planung exakt erfasst werden. Der 35-jährige hat einen neuen Berechnungsansatz entwickelt, der diese Berechnungszeiten um über 95 Prozent verkürzt.

Den ACCM-Sonderpreis erhielt DI Dr. Thomas Bretterklieber für seine Arbeit "On the design of a robust liquid based capacitive inclination sensor". Der 30-jährige Grazer entwickelte einen Sensor für die Bestimmung des Neigungswinkels eines Kranauslegers für ein übergeordnetes Überlastschutzsystem, das ein Umkippen des Krans verhindern soll. Der Hauptaspekt der Arbeit lag in der Optimierung der Sensoreigenschaften und der Erhöhung der Robustheit des Sensors gegenüber Temperatureinflüssen und externen Störungen.

Details zu den ausgezeichneten Arbeiten siehe Menü „Presse“